Entsafter-Ratgeber

Entsafter Rezepte: alle Saft-Rezepte im Überblick

Hier findest du alle Entsafter Rezepte und Saft Rezepte der Seite: Gemüsesäfte von Karotte bis Sauerkraut, einen Ingwershot, Granatapfelsaft und einen Plan für die Saftkur. Zu jedem Rezept steht, welches Gerät passt und wie es ohne Entsafter geht. Die Tabelle unten zeigt auf einen Blick, welcher Saft mit Slow Juicer, Zentrifuge, Zitruspresse oder Mixer gelingt.

Von Sergej Gerber · aktualisiert am 22.10.2026

Zu jedem Rezept gibt es Mengen und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, meist auch Varianten. Saison, Lagerung und Nährwerte der Zutaten stehen im Obst- und Gemüselexikon. Ein eigener Abschnitt sagt, was der Saft kann und was nicht. Gesundheitsaussagen übernehmen wir nur, wenn eine benannte Stelle wie die DGE oder das Bundeszentrum für Ernährung sie so macht.

Du willst Obst aus dem Garten in Flaschen bringen? Dann bist du bei Saft selber machen richtig. Dort geht es um Äpfel, Trauben, Holunder, Quitten und Aronia in größeren Mengen, mit Dampfentsafter und Einkochen.

Gemüsesäfte

Gemüsesaft selber machen

Das Grundrezept unter unseren Gemüsesaft Rezepten: Karotte, Gurke, Sellerie und Apfel, dazu sechs Kombinationen und eine Nährwerttabelle für sieben Gemüsesäfte. Der beste Einstieg, wenn du einfach verwerten willst, was im Kühlschrank liegt.

Karottensaft

1 kg Karotten, ein Teelöffel Öl, fertig. Mit Varianten mit Fenchel und Apfel und der Erklärung, warum das Öl dazugehört.

Rote Bete Saft

Rote Bete mit Apfel und Zitrone. Mit allem, was zu Nitrat, Blutdruck und Oxalsäure belegt ist.

Selleriesaft

Pur aus Stangensellerie oder mit Apfel und Fenchel. Mit einem nüchternen Blick auf den Hype und einem Hinweis für alle, die Gerinnungshemmer nehmen.

Tomatensaft

Im Topf gekocht und passiert oder roh aus dem Entsafter. Warum gekochter Saft mehr Lycopin liefert, wie viel Salz in gekauftem Saft steckt und wie du ihn einkochst.

Sauerkrautsaft

Aus rohem Sauerkraut gepresst oder im Tuch ausgedrückt. Was Milchsäurebakterien, Salz und Histamin bedeuten und was bei Verstopfung wirklich belegt ist.

Grüner Saft

Spinat, Gurke, Apfel, Sellerie und eine halbe Zitrone aus dem Slow Juicer. Mit dem Trick, wie du Blätter einfüllst, damit sie nicht nur durchrutschen.

Brennnesselsaft

Junge Brennnesselblätter mit zwei Äpfeln gepresst. Wie du sie pflückst, ohne dich zu verbrennen, und was den selbst gemachten Saft vom Presssaft aus der Apotheke unterscheidet.

Obst und Shots

Ingwershot

Ingwer mit Orange, Zitrone und Apfel für etwa zehn Shots. Mit Mixer-Variante, Haltbarkeit und dem, was die Stiftung Warentest über Fertigshots herausgefunden hat.

Ingwer Kurkuma Shot

Ingwer mit frischer Kurkuma, Orangen, Zitrone und Apfel für etwa acht Shots. Mit dem Hinweis, warum du die Geräteteile gleich danach spülen solltest.

Vitamin C Shot

Orangen, Zitrone, rote Paprika und Sanddorn-Direktsaft. Welche Zutat laut Bundeslebensmittelschlüssel wie viel Vitamin C mitbringt.

Granatapfelsaft

Granatapfel quer halbieren und pressen, oder die Kerne im Slow Juicer. Welche Presse sich eignet und wie du Flecken vermeidest.

Orangensaft

Mit der Zitruspresse, dem Slow Juicer oder der Zentrifuge. Wie viel Saft 500 g Orangen ergeben und warum die Schale vorher ab muss.

Erdbeersaft

500 g Erdbeeren mit Apfel und Zitrone im Slow Juicer, ohne Entsafter mit Mixer und Sieb, für den Vorrat im Dampfentsafter.

Wassermelonensaft

Braucht keinen Entsafter: Fruchtfleisch mit Limette in den Standmixer, kurz pürieren, fertig.

Für Beeren, Äpfel und Kirschen in größeren Mengen lohnt sich die Topfentsaftung. Wie das geht, steht unter Obst entsaften ohne Entsafter.

Saftkur

Saftkur

Was eine Saftkur bringt und was nicht, was Studien und Verbraucherzentrale zu Entgiften und Abnehmen sagen und wer besser verzichtet.

3 Tage Saftkur

Ein Tagesplan mit sechs Säften, Entlastungs- und Aufbautag und einer Einkaufsliste für alle drei Tage.

7 Tage Saftkur

Die längste übliche Form mit Entlastungs- und Aufbautagen. Was die Waage danach zeigt und welche Risiken mit der Dauer wachsen.

Säfte Rezepte nach Gerät: welcher Saft für welches Gerät?

Nicht jedes Gerät kommt mit jeder Zutat gleich gut klar. Die Tabelle fasst zusammen, was in den einzelnen Rezepten steht.

Rezept Slow Juicer Zentrifuge Zitruspresse Ohne Entsafter
Gemüsesaft am besten geht nein Mixer und Sieb
Karottensaft gut gut, schneller nein Mixer und Tuch
Rote Bete Saft gut, kleine Stücke gut, schneller nein Mixer und Tuch
Selleriesaft am besten weniger Saft nein Mixer und Tuch
Tomatensaft geht geht nein Topf und Sieb (am besten)
Sauerkrautsaft am besten nicht beschrieben nein Küchentuch
Ingwershot am besten viel nasser Trester nur für die Zitrusfrüchte Mixer und Tuch
Granatapfelsaft nur Kerne, gemischt nicht beschrieben am besten (Granatapfelpresse) Kerne zerdrücken und sieben
Orangensaft geschält geschält am besten Handpresse

Beim faserigen Sellerie lohnt sich ein langsames Gerät. In einer Vergleichsstudie von 2020 (Donaldson, finanziert vom Anbieter Hallelujah Diet) holten Pressen und Schneckengeräte 76 bis 88 Prozent des Gewichts als Saft heraus, die einzige Zentrifuge 67 Prozent. Bei Karotten war das Bild gemischter: Die Zentrifuge kam auf 44 Prozent und lag damit vor einem der Schneckengeräte (41 Prozent), die hydraulischen Pressen schafften bis zu 71 Prozent. Rote Bete und Ingwer hat die Studie nicht gemessen. Für weiche Tomaten und für Granatäpfel brauchst du gar keinen Entsafter.

Fast alle Rezepte sind auch Slow Juicer Rezepte. Welche Geräte wir empfehlen, steht in den Vergleichen: Slow Juicer, Entsafter allgemein, Zitruspressen und Saftpressen mit Hebel. Ohne Gerät hilft Gemüse entsaften ohne Entsafter.

Wie viel Saft ist sinnvoll?

Saft ist eine Ergänzung, kein Ersatz für ganzes Obst und Gemüse. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nennt zwei Gläser à 200 ml Obst- oder Gemüsesaft pro Woche, zusätzlich zu fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag. Säfte sättigen laut DGE nicht so gut wie das ganze Obst und liefern weniger Ballaststoffe. Wer öfter Saft trinken möchte, mischt ihn als Schorle mit einem Teil Saft und drei Teilen Wasser.

Selbst gepresster Saft hält laut Bundeszentrum für Ernährung zwei bis drei Tage in einer verschlossenen Glasflasche im Kühlschrank. Wie du ihn einfrierst, steht unter Haltbarkeit und Lagerung. Bei Gemüsesaft rät das BZfE zu etwas Pflanzenöl, damit der Körper fettlösliche Vitamine besser aufnimmt.

Häufige Fragen

Welches Saft-Rezept eignet sich für Anfänger?

Karottensaft oder das Grundrezept für Gemüsesaft. Beide sind mild, gelingen mit jedem Entsafter und brauchen nur wenige Zutaten.

Kann ich alle Rezepte auch ohne Entsafter machen?

Ja, fast alle. Mit Mixer, Wasser und einem Tuch geht es bei Gemüse und Ingwer, Tomaten kochst du im Topf, Sauerkraut drückst du im Tuch aus, Granatäpfel presst du von Hand.

Welche Säfte passen zu einer Saftkur?

Im Plan für die 3 Tage Saftkur stehen sechs Rezepte für einen Tag. Salzige Säfte wie Sauerkraut- oder gesalzener Tomatensaft passen dort nur in kleinen Mengen.

Kann ich Saft auf Vorrat pressen?

Für zwei bis drei Tage im Kühlschrank ja. Tomatensaft lässt sich mit Zitronensaft einkochen, Ingwershots kannst du einfrieren.

Dieser Text ist kein medizinischer Rat. Wenn du Medikamente nimmst, eine chronische Erkrankung hast oder schwanger bist, frag vor einer Saftkur oder dem regelmäßigen Trinken größerer Saftmengen deine Ärztin oder deinen Arzt.