Entsafter sind im Trend. Mehr und mehr Menschen entsaften ihr Obst und Gemüse aber auch Gräser wie Weizengras oder Kräuter. Durch die frischen Säfte kann die tägliche Ration an Obst und Gemüse sinnvoll ergänzt werden. Zudem weiß man, was in den selbst hergestellten Säften drin ist. Wer einmal frische Säfte genossen hat, wird kaum wieder darauf verzichten wollen. Doch vor der Herstellung eigener Obst- und Gemüsesäfte muss ein passender Entsafter ausgewählt werden. Schnell wird klar, dass diese Wahl keine einfache sein wird.
Entsafter für beste Saftqualität und guten Preis: Hurom Juicer HE
Derzeit sind mehrere Hundert unterschiedliche Modelle auf dem Markt. So unterschiedlich wie die Modelle sind auch die Preise der Entsafter. Die Preise beginnen bei knapp dreißig Euro und enden wahrscheinlich noch immer nicht bei 3000 Euro. Bei den teuersten Geräten handelt es sich zweifelsohne um Profigeräte aus dem Gastronomiebereich. Hier müssen besonders schnell große Mengen an Saft hergestellt werden. Die Schnelligkeit spielt aber auch bei vielen Privatkunden ebenso wie die Saftausbeute oder die Qualität des Saftes eine wichtige Rolle. Im Entsafter Vergleich haben wir genau auf diese Aspekte geachtet!
Mittelklassegeräte (Slow Juicer) eignen sich für Personen, die im privaten Bereich täglich frischen Saft in guter Qualität genießen möchten. Durch die niedrige Umdrehungszahl der Slow Juicer ist der Saft länger haltbar und enthält mehr Vitamine.
Profigeräte (Slow Juicer für Dauerbetrieb) sind für den Dauereinsatz im Gewerbe gedacht. Diese Geräte sind darauf ausgelegt lange zu laufen und sind besonders robust.
Worauf sollte man also beim Kauf eines Entsafters achten?
1. Den richtigen Typ finden
Es gibt grob gesagt zwei Typen Entsafter. Zum einen gibt es die Zentrifugalentsafter, die sehr schnell mit einer rotierenden Scheibe Saft durch Zerreiben erzeugen. Die Slow Juicer arbeiten Langsam und zermahlen das Material zuerst zu einem Brei, bevor es durchmischt und durch ein Sieb gedrückt wird.
2. Die Entsaftungstechnik
Bei den Zentrifugalentsaftern wird das Material mit einer schnellen Drehscheibe schnell zerkleinert und anschließend durch die Fliehkraft an die Außenwände des Gehäuses gedrückt. Dadurch entweicht der Saft, der Trester fällt herunter in den Tresterbehälter. Hier wird also mit einer Reibescheibe gearbeitet und der Zentrifugalkraft. Bei den Saftpressen hingegen wird das Material durch die eine oder die beiden Presswalzen zerdrückt. Einige der Entsafter durchmischen den zerpressten Brei, bevor dieser durch ein Sieb gedrückt wird, sodass sich Saft und Trester trennen.
3. Die Drehzahl
Während bei den Zentrifugalentsaftern beim Kauf auf möglichst hohe Drehzahlen und eine hohe Wattzahl geachtet werden sollte, ist es bei den Saftpressen genau umgekehrt. Hier sind die Saftpressen und Säfte umso hochwertiger, umso langsamer das Gerät arbeitet. Bei den Zentrifugalentsaftern wird durch die hohe Geschwindigkeit eine Drehscheibe, die bis zu 11.000 Umdrehungen in der Minute erreichen kann, im Inneren des Geräts gedreht. Kommt das Obst auf die Drehscheibe, wird es zerkleinert und anschließend tritt der Saft durch die Zentrifugalkraft heraus. Natürlich spielt die Drehzahl auch eine entscheidende Rolle im Bezug auf die Dauer des Entsaftens. Die Zentrifugalentsafter arbeiten um ein Vielfaches schneller als die Saftpressen. Jedoch entsteht beim Zentrifugieren sehr viel Wärme.
Diese Wärme wird an das Material, das entsaftet wird, weitergegeben. So gehen wertvolle Vitamine verloren. Durch diese schnellen Umdrehungen kann aber auch viel Sauerstoff in den Saft gelangen, sodass dieser schneller oxidiert und sich mehr Schaum bildet. Slow Juicer, also die Saftpressen, die langsam entsaften, arbeiten mit weniger als 100 Umdrehungen in der Minute. Es gibt Geräte, die mit lediglich 40 Umdrehungen in der Minute auf eine sanfte Art und Weise das Material entsaften.
4. Der Einfüllschacht
Auch im Bezug auf die Einfüllschächte gibt es gravierende Unterschiede. Viele der Zentrifugalentsafter haben eine faustdicke Öffnung, sodass hier ganze Äpfel hineingegeben werden können. Bei den Saftpressen hingegen ist das Eingeben von großen Obst- und Gemüsestücken aufgrund der Presswalzen nicht möglich. Diese liegen, wenn zwei vorhanden sind, eng beieinander, oder befinden sich nahe am Gehäuserand und ziehen das Pressgut nach unten. Hier wird gepresst und nicht zerschnitten oder zerkleinert.
5. Die Motorenleistungen
Die Leistung der Motoren ist fast so unterschiedlich wie die Umdrehungszahlen und die Preise für die Geräte. Es gibt sowohl Geräte mit 150 Watt aber auch welche mit 1300 Watt. Jedoch sind hier, entgegen logischer Rückschlüsse, die Geräte, die eine sehr niedrige Wattzahl aufweisen, die teuren Geräte. Gute Entsafter, die mit der Zentrifugalkraft entsaften, weisen die höchsten Wattzahlen auf. Sehr gute Entsafter, die mit der Pressschneckentechnik arbeiten, haben die niedrigsten Umdrehungszahlen.
Die unterschiedlichen Geräteklassen im Vergleich
Einsteigergeräte
Obst muss selten geschnitten werden
Die Zentrifugenentsafter eignen sich sowohl hervorragend für Einsteiger als auch für Haushalte, in denen große Mengen Obst und Gemüse schnell entsaftet werden müssen. Die Zentrifugenentsafter erzielen mehrere Tausend Umdrehungen (11.000 und mehr) in der Minute. Diese Entsafter eignen sich in erster Linie, um Obst und Gemüse, auch härteres, zu entsaften. Nicht entsaften können diese Zentrifugalentsafter in der Regel Gräser und Kräuter. Zentrifugalentsafter haben in der Regel eine zum Gerät passende Saftkanne.
Der Saft fließt in der Regel direkt in diese Kanne, die aufgesteckt werden kann. So wird verhindert, dass Saft neben das Gerät läuft. Häufig befindet sich in dieser Kanne auch ein Schaumtrenner, der dafür sorgt, dass der Schaum beim Ausschenken des Safts in dem Saftbehältnis bleibt und den Geschmack beim Trinken nicht eintrübt. Bei Zentrifugalentsaftern sollte auf die Größe des Einfüllschachtes geachtet werden. In der Regel sind diese bei diesen Geräten groß genug, um hier ganze Äpfel oder Birnen hineinzustecken.
Vorsicht bei Kindern
Sollen jedoch kleine Kinder beim Entsaften helfen ist hier Vorsicht geboten, denn die kleinen Hände passen ebenfalls durch den Einfüllschacht. Ansonsten bietet der große Schacht nur Vorteile, da so das meiste Obst und Gemüse nicht zuvor zerkleinert werden muss, sondern im Ganzen eingeführt werden kann. Bei diesen Geräten wird das ausgepresste Gewebe, also der Trester automatisch in einen Tresterbehälter ausgeworfen. Bei den meisten Geräten ist dieser Tresterbehälter außerhalb an der Wand des Geräts angebracht. Das erleichtert die Reinigung, wenn das Behältnis während des Entsaftungsvorgangs voll ist und entleert werden muss. Bei innen liegenden Tresterbehältern muss das Gerät geöffnet werden, um diesen zu entleeren, was länger dauert.
Die Zentrifugalentsafter sind in der Regel leicht und intuitiv zu bedienen. Hier können sich Obst- und Gemüsestücke kaum verklemmen. Die Reinigung ist einfach, Problematisch kann jedoch die Reinigung des Siebs sein, durch die der Saft gedrückt wird. Es sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass die Einzelteile spülmaschinenfest sind.
Die Geräte der Mittelklasse
Slow Juicer bieten eine bessere Saftqualität
Wer sich schon eine Zeit lang mit dem Entsaften beschäftigt hat, oder gerne sehr vitaminreiche Säfte genießen möchte, der wird früher oder später auf die Slow Juicer stoßen. Diese Slow Juicer sind Entsafter, die nicht mit der Zentrifugalkraft arbeiten, sondern das Obst und Gemüse langsam zerreiben. So werden die eingegebenen Materialien nicht erhitzt und es gerät kaum Sauerstoff in den Saft, wodurch mehr Vitamine, Enzyme und Mineralstoffe erhalten bleiben sollen.
Der Preis dafür ist eine Saftpresse, die langsamer Arbeitet und das Vorbereiten des Obsts und des Gemüses vor dem Entsaften. Zudem kosten diese Saftpressen mehr als die Zentrifugalentsafter. Der Lohn ist jedoch ein homogener, vitamin- und mineralstoffreicher Saft. Mit diesen Entsaftern können auch Gräser und Kräuter entsaftet werden, was mit Zentrifugalentsaftern nicht möglich ist. Somit eignet er sich eigentlich für fast alles, was an Obst, Gemüse, Kräutern und Gräsern verfügbar ist.
Der Schacht ist kleiner
Bei diesen Maschinen sind in der Regel schmalere Einfüllschächte vorzufinden. Aus diesem Grund muss das Obst und Gemüse zuvor zerkleinert werden. Schalen müssen in einigen Fällen, das Kerngehäuse immer entfernt werden. Der Grund, warum die Materialien zerkleinert werden müssen, ist der, dass die Drehschnecken nicht in der Lage sind, große Stücke zu erfassen, um sie zu zerpressen. Slow Juicer haben eine oder auch zwei sich gegeneinander drehende Schnecken.
Die Funktionsweise
Diese Gewinde zerpressen das Obst langsam zu einem Brei, der dann anschließend durch ein Sieb gepresst wird. Durch dieses langsame Drehen wird das Stückgut langsam zermahlen. Es entsteht keine Hitze und es kommt zu keiner Sauerstoffeinwirbelung. Slow Juicer arbeiten mit 40 bis 150 Umdrehungen in der Minute. Die Geschwindigkeit ist vom Modell abhängig. Im Gegensatz dazu erreichen 11.000 Umdrehungen in der Minute und mehr. Das ist bei diesen Entsaftern nicht gewünscht. Hier soll eine langsame Drehzahl dafür sorgen, dass wenig bis kein Sauerstoff während des Entsaftens in den frischen Saft geraten kann.
Die meisten der Slow Juicer verfügen über einen Stopfen, mit welchen die Materialien in den Einfüllschacht eingebracht werden. Dieser wird in der Regel dann benötigt, wenn sehr leichte Materialien wie Gräser oder Kräuter in den Juicer gegeben werden sollen. Diese müssen dann entweder durch schwerere Stücke nach unten gedrückt werden oder eben mithilfe des Stopfens.
Das Sieb dient bei diesen Modellen nicht als rotierende Scheibe zum Zerkleinern des Stückguts, sondern hier wird der Gemüsebrei durchgepresst. So verbleibt der Brei im Entsafter und wird in den Tresterbehälter geschoben, der Saft läuft aus einem anderen Ausgang heraus. Bei diesen Modellen befinden sich die Tresterbehälter wie die Saftauffangbehälter auch außerhalb des Gerätes. Das hat den Vorteil, dass das Gerät nicht geöffnet werden muss, wenn der Tresterbehälter voll ist.
Entsaftermodelle für Profis
Die Funktionsweise
Bei den Entsaftermodellen für Profis handelt es sich um Geräte, die nicht selten aus dem Gastronomiebereich entstammen. Während die Zetrifugalentsafter häufig in Hotels oder Restaurants Einsatz finden, um große Mengen an Saft herzustellen, so werden diese Entsafter häufig in Profiküchen verwendet. Bei den Entsaftern für Profis handelt es sich meist um horizontale Saftpressen, die ebenfalls mit einer sehr geringen Umdrehungszahl arbeiten.
Die Profigeräte arbeiten in der Regel mit zwei Pressschnecken, die in entgegengesetzter Richtung zueinander rotieren. Hierdurch kann das Pressgut besonders effizient und schonend entsaftet werden. In einem zweiten Arbeitsschritt wird das grob zerdrückte Obst und Gemüse nun sanft zerrieben und hierbei gründlich durchmischt.
Das Saftergebnis
Dieses Durchmischen sorgt für ein gleichmäßiges, homogenes Ergebnis aber auch für eine besonders hohe Saftausbeute. Viele der Profigeräte verfügen über ein Sieb im Inneren des Geräts, durch welches das Pressgut nach dem Zerreiben gedrückt wird. So kann der Saft herausfließen. Diese Geräte verfügen über keinen internen Tresterbehälter, sondern über externe Behältnisse, die unter das Gerät gestellt werden, um den Trester aufzufangen.
Dasselbe gilt für den Saft, der in ein separates Gefäß fließt. Wie beim Trester auch gibt es hier ein separates Gefäß, in welches der Saft aus dem Gerät heraus fließen kann. Meist werden diese Gefäße passend zum Gerät mitgeliefert, da sie in bei einigen Modellen unter dem Gerät stehen. Die Motorblöcke, die bei diesen Geräten recht groß sind, erbringen Leistungen zwischen 150 und 500 Watt.
Die geringen Drehzahlen sorgen jedoch dafür, dass die Motorblöcke sich nicht erhitzen. Die Wärme, die hier entsteht, wird nicht auf die Pressschnecken übertragen, sodass das Obst und Gemüse nach dem Pressen in Rohkostqualität zur Verfügung steht. Zudem verfügen einige der Geräte über eine Motorenkühlung.