Gurke
Gurke entsaften ist einfach: Salatgurke waschen, Enden ab, in Stücke schneiden und mit Schale in den Entsafter geben. Eine Gurke besteht zu 97 Prozent aus Wasser, sie gibt also viel Saft. Schmeckt ein Stück bitter, gehört die Gurke in den Müll und nicht in den Entsafter. Bitterstoffe in Gurken können giftig sein.
Von Sergej Gerber · aktualisiert am 22.10.2026

- Saison
- heimisch März–Okt.
- Wasser
- 97 g je 100 g
- Kalorien
- 16 kcal je 100 g
- Lagern
- nicht unter 12 °C
Gurke Nährwerte je 100 g
| Nährstoff | Gurke roh | Gurkensaft* |
|---|---|---|
| Energie | 16 kcal | 12 kcal |
| Wasser | 97 g | 98,4 g |
| Eiweiß | 1,1 g | 0,9 g |
| Kohlenhydrate | 2,0 g | 1,6 g |
| davon Zucker | 2,0 g | 1,6 g |
| Ballaststoffe | 0,9 g | 0,1 g |
| Vitamin C | 8 mg | 3 mg |
| Vitamin K | 32 µg | 32 µg |
| Beta-Carotin | 127 µg | 114 µg |
| Folat | 13 µg | 5 µg |
| Kalium | 181 mg | 163 mg |
| Calcium | 19 mg | 18 mg |
| Magnesium | 12 mg | 11 mg |
Grundlage ist der Bundeslebensmittelschlüssel 4.0. *Gurkensaft steht dort als berechneter Eintrag, gemessen wurde er nicht. Das BZfE nennt in einem Text 14 kcal und rund 94 Prozent Wasser, der BLS 16 kcal und 97 Prozent. Solche Unterschiede kommen von verschiedenen Sorten und Datenquellen.
Gurkensaft: Wirkung und was belegt ist
Gurkensaft ist vor allem Wasser mit etwas Kalium, Vitamin K und Vitamin C. Er hat sehr wenig Kalorien und kaum Zucker. Das BZfE beschreibt Gurken als gut geeignet für eine energiearme, aber volumenreiche Ernährung. Weitergehende Wirkungen, die man im Netz liest, etwa „entwässernd“ oder „entgiftend“, belegt keine der Stellen, die wir geprüft haben.
Was du über Gurkensaft wissen solltest:
- Gurkensaft schmeckt mild. Deshalb ist er eine gute Basis für grüne Säfte. Das BZfE nennt Gurke mit Apfel, Birne und Minze als Mischung, die Kinder mögen.
- Säfte enthalten kaum Ballaststoffe. Beim Gurkensaft bleiben laut BLS 0,1 g je 100 g übrig.
- Allergien sind möglich: Der Allergieinformationsdienst nennt Gurke als Kreuzallergen bei Ambrosiapollenallergie.
Bittere Gurken: nicht entsaften
Schmeckt eine Gurke bitter, hat die Pflanze Cucurbitacine gebildet. Das BZfE nennt diese Bitterstoffe giftig. Sie können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Magenkrämpfe auslösen, auch Kochen zerstört sie nicht. Gurken aus dem Laden enthalten sie normalerweise nicht mehr, im eigenen Garten kann es aber vorkommen.
Deshalb vor dem Entsaften immer ein kleines Stück roh probieren. Ist es bitter, sofort ausspucken und die ganze Gurke entsorgen. Im Saft würdest du die Bitterkeit zwar schmecken, dann ist sie aber schon im Glas. Dieselben Bitterstoffe können in Kürbis und Zucchini stecken. Bei Kartoffeln warnt ein bitterer Geschmack vor zu viel Solanin.
Wann haben Gurken Saison?
Die heimische Gurkensaison reicht laut BZfE von März bis Oktober. Salat- und Minigurken wachsen in Gewächshäusern, Land-, Einlege- und Schälgurken gibt es von Juni bis September aus dem Freiland. Der größte Teil der Gurken in Deutschland kommt aber aus Spanien und den Niederlanden.
Gurken lagern
Gurken mögen es kühl, aber nicht kalt. Unter 12 °C bekommen sie laut BZfE Kälteschäden, wässrige Stellen und weniger Aroma. Die Verbraucherzentrale zählt sie zu dem Gemüse, für das eine kühle Zimmertemperatur reicht. In einem kühlen Raum halten Salatgurken einige Tage, im Gemüsefach des Kühlschranks ein bis zwei Tage. Angeschnittene Gurken gehören in den Kühlschrank.
Welcher Entsafter für Gurken? Gerät und Tipps
Weil Gurken so viel Wasser haben, kommen sie mit jedem Entsafter klar, ob Zentrifuge oder Slow Juicer. Für gemischte grüne Säfte mit Sellerie oder Blattgemüse lohnt ein Slow Juicer: In der Vergleichsstudie von Donaldson (2020) holte die Zentrifuge aus Sellerie und Spinat deutlich weniger Saft als die Pressen. Mehr im Slow-Juicer-Vergleich. Für reinen Gurkensaft reicht auch eine Zentrifuge aus dem Entsafter-Vergleich.
Schälen musst du Salatgurken laut BZfE nicht. Tefal sieht das für seine Zentrifuge genauso, Schälen sei nur bei dicker, bitterer Schale wie bei Zitrusfrüchten nötig. Die Enden schneidest du ab und probierst dabei gleich ein Stück. Schälgurken werden laut BZfE voll ausgereift geerntet und normalerweise geschält und entkernt, für Saft greifst du besser zur Salatgurke.
Aus 336 g Salatgurke kommt laut Kuvings im EVO820 eine US-Tasse Saft, also rund 237 ml. Das ist eine Herstellerangabe, unabhängige Messwerte zu Gurken haben wir nicht gefunden.
Gurke ist die milde Basis für grüne Säfte mit Sellerie und Blattgemüse.
Zum Vergleich →Gurke passt gut in Selleriesaft, in einen grünen Saft mit Spinat und Apfel und in das Rezept Gemüsesaft selber machen. Kuvings empfiehlt die Kombination, weil sie den bitteren Selleriegeschmack abmildert. In einer verschlossenen Glasflasche bleibt frischer Gemüsesaft im Kühlschrank laut BZfE etwa zwei bis drei Tage gut. Weitere Richtwerte stehen unter Haltbarkeit von frisch gepresstem Saft.
Häufige Fragen
Muss man Gurken vor dem Entsaften schälen?
Nein. Bei Salatgurken kannst du die Schale dranlassen. Nur die Enden abschneiden und vorher ein Stück probieren, ob die Gurke bitter ist.
Wie viel Saft gibt eine Gurke?
Kuvings nennt rund 336 g Gurke für 237 ml Saft im Slow Juicer. Unabhängige Messwerte haben wir nicht gefunden.
Ist Gurkensaft gesund?
Gurkensaft hat wenig Kalorien und liefert etwas Kalium und Vitamin K. Er ist eine gute, milde Basis für Gemüsesäfte. Besondere Heilwirkungen sind nicht belegt.
Kann ich Gurkensaft mit Apfel mischen?
Ja. Das BZfE nennt Gurke mit Apfel, Birne und Minze als milde Mischung. Apfel macht den Saft süßer.
Dieser Text ist kein medizinischer Rat. Hast du nach bitterer Gurke Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall, such ärztliche Hilfe, bei Kindern und älteren Menschen lieber früher als später.