Entsafter-Ratgeber

Orange

Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Orange sind Vitamin C (62 mg je 100 g), Folat, Kalium und Calcium, dazu 2,2 g Ballaststoffe und knapp 9 g Zucker. So steht es im Bundeslebensmittelschlüssel. Flavonoide stecken vor allem in der weißen Haut unter der Schale. Eine Orange hat 49 kcal je 100 g.

Von Sergej Gerber · aktualisiert am 22.10.2026

Ganze und halbierte Orangen
Saison
ganzjährig, viel Nov.–April
Vitamin C
Frucht 62 mg, Saft 40 mg je 100 g
Kalorien
49 kcal je 100 g
Orangen lagern
kühl und luftig, 0–9 °C

Orange Inhaltsstoffe und Nährwerte je 100 g

Vitamin C ist der Nährstoff, für den die Orange bekannt ist, und mit 62 mg je 100 g liegt sie im BLS auch klar vorn. Das BZfE nennt für Zitrusfrüchte noch Kalium, Calcium und Folsäure. In der rechten Spalte steht zum Vergleich Orangensaft.

je 100 g Orange Orangensaft
Energie 49 kcal 41 kcal
Wasser 87,0 g 88,9 g
Zucker 8,9 g 8,5 g
Ballaststoffe 2,2 g 0,3 g
Vitamin C 62 mg 40 mg
Vitamin B1 0,22 mg 0,07 mg
Folat 34 µg 19 µg
Kalium 156 mg 137 mg
Calcium 39 mg 20 mg
Magnesium 11 mg 10 mg
Glykämischer Index 43 50

Quelle der Nährwerte ist der BLS 4.0 (Einträge „Orange roh“ und „Orangensaft“), den glykämischen Index haben wir aus den internationalen GI-Tabellen von 2008. Welche Art Orangensaft der BLS meint, Direktsaft, Konzentrat oder frisch gepresst, steht nicht im Eintrag.

Neben den Vitaminen enthält die Orange sekundäre Pflanzenstoffe. Die Flavonoide sitzen laut BZfE vor allem in der weißen Schicht unter der Schale, und die darf ruhig mitgegessen werden. Bei der Blutorange kommen Anthocyane dazu. Sie färben das Fruchtfleisch rot und entstehen laut BZfE nur, wenn es tagsüber 15 bis 20 Grad warm ist und nachts auf zwei bis null Grad abkühlt.

Orange oder Orangensaft?

Beim Pressen bleibt vor allem der Ballaststoff zurück: 2,2 g in der Frucht, 0,3 g im Saft. Der Zucker bleibt fast gleich. Die DGE rechnet Saft deshalb nicht als Obstportion, sondern erlaubt zusätzlich zwei Gläser à 200 ml pro Woche. Ob und wie viel Orangensaft gesund ist, besprechen wir ausführlich im Rezept Orangensaft selber machen.

Mit Diabetes lohnt der Blick auf den glykämischen Index, der beim Saft mit 50 etwas über der ganzen Frucht (43) liegt. Hinweise dazu stehen unter Entsaften bei Diabetes. Eine Verwandte der Orange verträgt sich mit vielen Medikamenten schlecht: die Grapefruit.

Orangen Saison

Im Supermarkt liegen Orangen das ganze Jahr. Laut BZfE-Saisonkalender kommen von November bis April die größten Mengen, im Sommer nur wenig. Die Blutorange ist ein Winterobst: Sorten wie „Moro“ aus Sizilien haben laut BZfE bis Ende März Saison. Kleinere Verwandte mit ähnlicher Saison findest du unter Clementine.

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Orangen lagern

Ein kühler Keller oder Vorratsraum ist für Orangen besser als die Obstschale im warmen Wohnzimmer. Das BZfE nennt für Orangen und Mandarinen 0 bis 9 °C, so halten sie vier bis sechs Wochen, wenn die Luft zirkulieren kann. Die Verbraucherzentrale ordnet Apfelsinen bei 3 bis 7 °C ein. Nachreifen tun Orangen nicht, sie werden genussreif geerntet. Blutorangen halten laut BZfE kürzer, ein bis zwei Wochen. Eine schimmelige Frucht nimmst du gleich heraus, bevor der Schimmel auf die Nachbarn übergeht.

Orangen entsaften

Für Saft reicht eine einfache Zitruspresse, die Schale bleibt dabei draußen. Vorher heiß abwaschen und trockenreiben, rät das BZfE, dann gelangt weniger von der Schalenoberfläche in den Saft. Im Slow Juicer oder in der Zentrifuge landen Orangen nur geschält, die Schale macht den Saft bitter. Gerätewahl, Saftmenge und Rezept stehen unter Orangensaft selber machen, einen Überblick über Pressen gibt die Zitruspressen-Kaufberatung. Dieselbe Presse nimmt auch Zitronen und Limetten.

Für Orangensaft: Zitruspresse

Halbierte Orangen, Schale bleibt draußen.

Zum Vergleich →

Häufige Fragen

Welche Vitamine hat eine Orange?

Vor allem Vitamin C, 62 mg je 100 g laut BLS. Dazu kommen kleinere Mengen Vitamin B1 und Folat.

Hat Orangensaft weniger Vitamin C als die Orange?

Im BLS ja: 40 mg je 100 g im Saft gegenüber 62 mg in der Frucht. Woran das liegt, an der Herstellung oder an verschiedenen Proben, erklärt der BLS nicht.

Warum sind manche Orangen grün?

Die Schale färbt sich laut BZfE nur dann orange, wenn sich Tag und Nacht in der Wachstumszeit stark genug in der Temperatur unterscheiden. Grüne Stellen sind daher kein sicheres Zeichen für eine unreife Frucht.

Diese Seite ist kein medizinischer Rat. Wer Diabetes hat oder regelmäßig Medikamente einnimmt, klärt größere Saftmengen besser vorher in der Praxis ab.